Voilà la inscription scolaire

Heute hatten wir nur die „Einschulung“ des Kindergartens, also quasi die Eingärtnerung, oder sagt man korrekt Einpflanzung der Kinder? Die ganz Kleinen weinten immerzu, das scheint hier normal zu sein, mit den größeren haben wir „Pip und Posy und das Monster“ (oder wie heißt das auf Deutsch?) gelesen und hinterher Monstermasken im Atelier gebastelt. Es war großartig!

Die Kinder, die über deutsche Paten finanziert werden, sind zum Mittagessen geblieben, eines war nach dem vielen Unglück und später dann Glück, auf der Schaukel und dem Klettergerüst, völlig erschöpft eingeschlafen …

Voilà la inscription scolaire

Le pigeon vole! L´école marche, et nous sommes très heureuse, un grand merci à tout les donneurs. Aujourd´hui c´étaient seulement les plus petites qui ont commencés, demain on va avoir les „grands“ aussi. Nous, on a lit un livre avec un monstre dans la bibliothèque ensemble et bricolés des masques des monstres dans l´atelier. Et même la cuisine marche super bien – tous les enfants dans la parrainage ont eu leur repas ensemble. „Que sont les choses vertes? J´aime pas le vert … à la maison je mange que le riz …“ … „Oui, tu sais, le vert, ce sont des vitamines, ce sont des … des … des petites chose très bien pour toi … petits … tu sais … des superhéros? Et il faut les manger, si non, tu vas être malade comme tous les autres malagasy …“
On a une longe voyage à faire ensemble.

On y est presque

Bald beginnt der Unterricht

Wir malern, malern, malern, räumen auf, malern weiter.

In Madagaskar macht man das so: Man baut die Türen erst, malt sie an, setzt sie dann ein und schneidet das, was dann doch nicht passt, wieder ab. Da dann leider kein Tischler da ist, macht man das etwas krumm und schief und muss dann diese Seiten nochmal anmalen. Außerdem malt man die Wände weiß an, nachdem die bunten Türen und Fenster drin sind, also tropft die weiße Farbe auf alle Tür und Fensterrahmen, die muss man dann nochmal übermalen, da es aber kein Klebeband zum Abkleben gibt, tropft dann die bunte Farbe wieder auf das Weiß, dann malt man wieder Weiß, das tropft wieder auf das bunte … So ist man immer schön beschäftigt.

Ich bat dann ein paar helfende Damen (sie helfen alle rührend, Eltern, Lehrer, Nachbarn), die Rahmen wenigstens von Zement zu befreien, damit man nachstreichen kann. Daraufhin putzten sie liebevoll alle Fensterscheiben. DIE wollte ich eigentlich nicht streichen … soll ich?

Tische macht man so: Vier Beine an eine Platte – fertig. Ausmessen? Ach nö, egal, das Holz ist ja frisch, verzieht sich ja sowieso wieder. Alle Tische haben jetzt also ein Bein, das ca. 5 cm kürzer ist als die übrigen, Holy sagte, das sei normal, der Tischler käme dann vorbei und würde alle nochmal anpassen. Der Tischler meinte das allerdings nicht. Vielleicht taucht er ja heute auf?

Zwischendurch brannte es kurz im Saal, wo es durch das durchsichtige Wellplastikdach sehr warm ist, der Lack für die Tische hatte Feuer gefangen. Also kauften wir (mit einiger Mühe) unendlich lange Stoffbahnen in der Cottona, der Baumwollstofffabrik, und haben sie unter das Dach gehängt – Standleiter? Fehlanzeige. Drei Leute halten also eine schwankende Leiter, auf die jemand klettert … in diesem Fall Micha, Lintjes Patenkind. Aber das war mir dann doch zu gefährlich, ich habe ihn wieder runter zitiert. Er wohnt quasi in der Schule, streicht und hilft immerzu, da sein Vater unser Wassermann ist – also, das zusätzliche Wasser für den neuen Rasen und die Blumen herankarrt.
Dafür ist die Solaranlage auf dem Dach, und heute kommen die Kabel.

Ich sagte, wir brauchen Abfalleimer, nun stehen überall als Tonnen halbe Ölfässer, die so groß sind, das man auch ein oder zwei Schüler wegschmeißen kann, wenn man sie nicht mehr haben möchte.

Heute pflanzen wir zum Gras, das schon da ist, noch Blumen dazu, damit es sich nicht so einsam fühlt. Und wir bekommen Flusskiesel für den geheimen Garten der Bibliothek, ich bin gespannt.
Tausend Dinge zu tun … morgen geht die Schule los … Hilfe!

On y est presque

On est en train de finir les dernières choses … j´ai pas le temps pour écrire tous en français car il y a trop des choses a finir! Mais les photos parlent pour moi – voilà le panel solaire, la plus petite bibliothèque du monde, une clôture arc en ciel et, on le voit, nous travaillons jusqu´à la nuit à Talata … Demain l´école commencera!

On plante les plantes

Pflanzen pflanzen

Endlich! Es geht los, die ersten Obstbäume und die Bougainvilleen für den Zaun sind da! Für den Rasen wird das Terrain glatt gebügelt, der Rasenverkäufer ist der Meinung, dass Gras NUR auf völlig ebenen Flächen wachsen kann. Ich erzähle ihm nichts von Alpenwiesen. Außerdem ist Gras TOTAL GEFÄHRLICH für Bäume, da muss man einen Abstand von mindestens einem Meter lassen, wenn man Bäume auf eine Wiese pflanzt, sonst FRISST das Gras die Baumwurzeln auf! Oha. Wir haben jetzt drei Pfirsiche gesetzt, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen, eine Kaki und eine Avokado – bald geht es weiter. Der Zaun für den Gemüsegarten ist auch schon da, bislang wachsen allerdings nur Fahrräder darin. Die sind sicher auch gesund, enthalten ja sicher Eisen …. Auch die Küche ist fast fertig, um das Gemüse später zuzubereiten, endlich werden wir Milch für alle Kinder abkochen können. Und unser Nachtwächter und Hausmeister muss bald nicht mehr im Holzschuppen schlafen, sein eigenes Häuschen ist fast fertig.

On plante les plantes

Nous avons commencer á planter! Le gazon et le bambou sont pour prochaine semaine, mais au moins il y a des fruitières maintenant: un avocat, trois pêches diffèrent, un arbre des kakis, et une très belles chaine des bougainvillées pour la clôture. La cuisine et la maison du gardien sont presque finit, aussi, comme la clôture du gardien potager, mais de dans il ne pousse que des vélos maintenant.

Jouer Jouer Jouer

Der neue Spielplatz entsteht

Alle Türen und Fenster sind inzwischen fertig angestrichen, und alle Kinder, die an der Schule vorbeigehen, nerven fortan ihre Mutter: Mama, kann ich auch in die hübsche bunte Schule gehen?
Tatsächlich, so wird es uns zu getragen.

Na, an den Mittwoch- und Freitag- Nachmittagen dürfen sie dann fortan, unter Aufsicht, bei uns spielen, denn wir wollen ja an diesen Tagen auch Kulturzentrum für das Dorf werden.

Und spielen kann man gut – denn die Taube hat seit neuestem auch ein Nest.

Oder jedenfalls könnte eine kleinere Taube vielleicht oben auf dem lila Autoreifen auf Berg 2 nisten. Berg 2 ist kleiner. Von Berg 1 sagt Kiki, es sei der Eifelturm. Hiermit sind wir also die ersten Menschen, die innerhalb von fünf Stunden einen Eifelturm gebaut haben …

Beim Anstreichen der Balken haben wieder alle fleißig geholfen, sogar die allerkleinsten. Ein erfrischendes Bad danach in er Bauwassertonne hat sehr gut getan.

Und vor dem Kindergarten windet jetzt ein Drache durch den Sand. Wer ihn erkennt, hat gewonnen, er ist doch sehr stilisiert, aber man kann ihn benutzen, das ist die Hauptsache. Wenn er die Bausandsäcke weg sind, sieht es besser aus …

Jouer Jouer Jouer

Est important, aussi! Voilà, deux montagnes pour les grands et un dragon (ou serpent?) pour les petit. Kiki dit que nous avon construit un tour Eifel. Hm … Un grand merci á Franki et les deux chauffeur de Taxiking (Taxi-Riksha), qui on aidé, parce qui Kiki et toute sa famille etait malade. Et un merci à Avana, 15 a, qui venait tout seul pour nous aider, le plus jeune construiseur des Tours Eifel du monde

Le pigeon en couleur

Le pigeon en colère – non, en couleur

Voilà – notre école est en couleur maintenant. Presque. Tous les couleurs d´arc en ciel sont là … chaque salle en a une … et nos visages aussi.

Die Taube bekennt Farbe

Du meine Güte, so  viele Türen und Fenster! Und jeder Klassenraum hat eine andere Farbe, da sind wir fast schon Montessori. Aber wohin gehörte jetzt nochmal die himmelblaue Tür? Nein, nicht die mittelblaue! Und wie mischt man „Aubergine“, wenn das die Lieblingsfarbe des Bauleiters ist? Und wie kriegt man Farbe eigentlich wieder ab, wenn das Terpentin alle ist? Und wenn man die Farbe statt auf der Wand auf der Nase hat und die Berge hinunter nach Hause Fahrrad fährt und alle sich wundern, wie die komische Weiße schon  wieder aussieht, die da dauernd unterwegs ist?

La première Réunion

Voilà – 22 enseigenants motivés et une salle qui est presque finit! Aujoud´hui les enseigants peuvent s´entrainer jouer avec des puzzles de bois ecologique, qu´on va produiser nous-mêmes plus tard pour les vendre. La prochaine semaine, on va commencer à donner des couleurs à notre pigeon …

Die erste Lehrerversammlung

Bald wird es ernst … heute lernen erst mal die Lehrer, wie man ökologische Holzpuzzle benutzt. Demnächst werden wir die dann selbst produzieren … Leider ist der Photoapparat kaputt, weshalb es nur wenige scharfe Bilder gibt. Wir entwickeln ein Durchlüftungssystem für die Aula, damit die Kinder dort nicht gegrillt werden, und sprechen über Projektunterricht, Theater, Bilderbuchwerkstatt und die öffentlichen Zeiten der Bibliothek und des Spielplatzes und öffentliche Kinderfilmvorführungen zur Französischförderung, schließlich wollen wir auch Kulturzentrum werden, jedenfalls so ein bisschen. Die Lehrer sind ein bisschen entsetzt, was da alles auf sie zukommt. Frontalunterricht und dann nach Hause gehen war so schön einfach. Tja, dafür wird es jetzt bunter und spannender …

Le toit de l’Ècole

Le toit du pigeons est en train de commencer son existence. Et à Talata, il y a un nouveau rumeur: „Ils construisent une nouvelle mosquée là-bas!“ J´ai demandé ou – et compris que c´est notre école – notre pigeon. Parce que c´est rond. Alors, peut-être il faut rechercher dans la quelle direction est Mekka mettre des tapis de prière …

Die Taube wächst und wächst und wächst. Jetzt fängt es ab und zu an zu regnen, deshalb möchte sie bald ein Dach haben. Noch eine Woche, dann sollen Dach, Decken und Innenverputz fertig sein, in zwei Wochen dann der Boden der Klassenräume. Währenddessen geht ein neues Gerüch im Dorf Talata um: Habt Ihr das Gebäude mit den komischen runden Formen gesehen? Die bauen da eine neue Moschee … Na, in der Aula ist genug Platz für Gebetsteppiche. Die Frage ist nur, in welcher Richtung liegt Mekka?

Filmpremiere Les Pigeons

Unser Film ist fertig – juchhhuu! Zunächst nur auf Malagasy. Die Kinder haben schon Ferien, deshalb sind „nicht so viele da“ zum Gucken, sagt Holy. Tja, es waren dann trotzdem mindestens 150 Leute, und ein Raum von 20 Quadratmeter … also blieb ein Teil der Leute draußen und musste durchs Fenster gucken, der Rest drängelte sich im 50Grad-heißen Klassenzimmer und im Miniflur vor der Tür … Am Ende Standing Ovations, ein Blumenregen für die Schauspieler und Bonbons, und nach den Ferien gucken wir den Film nochmal RICHTIG, nämlich im großen Saal der neuen Schule (naja, groß, hm…), dann gibt es mehrere Vorführungen für die Schüler und für das ganze Dorf, denn jeder, jeder, jeder will ihn sehen. Wir werden berühmt! Naja, ich weiß nicht, ob wir berühmt werden, aber die Kinder – und Camera-Schnitt-Mädchen-für-alles haben etwas eigentlich Unmögliches geschafft – in 10 Tagen Drehzeit einen der wenigen Kinderfilme in madagassischer Sprache zu basteln. Und, wenn er bald in Deutsch zu haben ist, einen Film über das tägliche Leben madagassischer Kinder, der viel mehr ist als eine Dokumentation. Chapeau!

Le film est fini! Yippieh! Il y avait trop des gens dans la petite salle de classe, mais après les vacances on va regarder notre film dans la nouvelle école avec plus de place. On va être fameux! Ou pas. Mais la chose la plus importante: Nous avons réussi à faire un film pour des enfants en MALAGASY, et je crois qu´il n´y a pas beaucoup des films comme ça. Très tôt, le film va exister en français aussi, et après, en Allemand. Nous sommes Hollywood!